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fragment 1 - PROLOG

Jonathan starrte in den Eisbecher, der einer überdimensionierten Sektflöte ähnelte. Das Eis war längst ausgelöffelt. An den Becherinnenwänden waren letzte Reste des Tiramisubechers verblieben, Spuren, die der langstielige Löffel hinterlassen hatte. Von außen war der Becher mit kleinen Kondenstropfen beschlagen, die warme Luft hatte ihre Feuchtigkeit am eiskalten Becher zurückgelassen und die Tropfen schimmerten durch die vom Eis befreite Glasfläche.
Der Schatten des Löffels, den Jonathan auf dem Becherrand aufliegen ließ, fiel auf die geschmolzene Speiseeispfütze am Grund des Bechers, wo sich das flüssige Eis zu sammeln schien, um erst beim Spülen von dort zu weichen. Kleine Bläschen standen auf der annähernd khakifarbenen kalten Soße.
Deprimiert ließ er den Löffel langsam in den Becher sinken, betrachtete, wie die flüssige Eiscreme den Löffel schnell in sich aufnahm.
Sein Blick fiel aus dem großen Fenster, er sah Menschen dort vor dem Textil- und Modegeschäft auf ihren Bus warten, geschützt vor dem leisen Nieselregen durch ein Vordach. Wenige Schüler standen da, unterhielten sich mit Freunden, wippten ein wenig umher und bogen sich, wenn sie lautlos lachten. Ein Mann stellte schnaufend zwei scheinbar schwere Einkaufstaschen auf die hölzerne Sitzfläche, die von zwei steinernen hellgrauen Blöcken getragen wurde und schnäuzte sich dann die große, rote Nase.
Aus der schwarzen, runden Lautsprecherbox in der weißen Decke neben dem blau eingefassten Halogenstrahler röhrte Tina Turner ihr "Simply the best", als eine kleine Träne sich den Weg aus Jonathans Age bahnte.
Simply the best,, dachte er, Simply the best. Wenn doch wenigstens etwas nur annähernd gut wäre. Wenn ich doch nur wüsste, was besser gut sein sollte.
24.11.06 23:33
 


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